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Der Cirque du Fer-à-Cheval ist der Ausflug, den Ihnen im Giffre-Tal jeder empfehlen wird. Mit Kindern will er ein wenig vorbereitet sein: ein Teil des Gebiets ist seit einem Felssturz gesperrt, und die Wege sind nicht alle gleich anspruchsvoll. Das sollten Sie wissen, bevor Sie das Auto beladen.
Wie es dort wirklich aussieht
Der Talkessel bildet ein Kalksteinamphitheater von 4 bis 5 Kilometern Breite, mit 500 bis 700 Meter hohen Wänden. Darüber reichen die Gipfel fast an 3.000 Meter heran — der Pic de Tenneverge misst 2.989 m. Es ist der größte Bergkessel der Alpen und ein ausgewiesener Grand Site de France.
🏔 500.000 Besucher pro Jahr — um 14 Uhr im August sind Sie nicht allein
Er liegt im Herzen des 1977 gegründeten Nationalen Naturschutzgebiets Sixt-Passy, das 9.200 Hektar umfasst. Steinböcke, Gemsen, Murmeltiere, Steinadler und Bartgeier leben hier. Mit Fernglas und etwas Geduld am frühen Morgen haben Kinder echte Chancen, welche zu sehen.
Ein Wort zu den Wasserfällen
Die berühmten „dreißig Wasserfälle“ sind ein Schauspiel der Schneeschmelze: sie fließen zwischen Mitte Mai und Ende Juni. Im Hochsommer bleiben etwa zehn übrig. Wenn Sie im Juli oder August kommen, kommen Sie für die Wände, den Fluss und die Wanderung — nicht für eine Wand aus Wasser.
Was Sie vor der Abfahrt prüfen sollten: der Fond de la Combe
Im September 2025 ereignete sich an der Stelle Pas Noir ein großer Felssturz: mehr als 12.000 m³ Gestein, Schätzungen reichen bis 30.000 m³. Per Gemeindeverordnung ist der Zugang zum Bereich Fond de la Combe am linken Ufer vorsorglich gesperrt.
Die gute Nachricht: das Herz des Gebiets bleibt über das rechte Ufer zugänglich, und Ziele wie das Bout du Monde, Prazon, der Boret oder die Vogéalle-Hütte sind über Umleitungen weiterhin erreichbar. Im Frühjahr 2026 hat die Gemeinde Sixt-Fer-à-Cheval eine Broschüre mit einer sicheren Familienwanderung veröffentlicht (1,5 bis 2 Stunden, kaum Höhenmeter) samt temporärer Markierung.
Rufen Sie am Vortag das Tourismusbüro Haut-Giffre an: +33 4 50 34 25 05.— Zwei Minuten, die Ihnen eine Stunde Fahrt zu einer Absperrung ersparen
Drei Wanderungen, nach Alter der Kinder
Mit Kinderwagen oder Kindern unter 4 — die Runde von Frénalay
2,5 km, etwa 45 Minuten, nahezu eben. Der Weg ist breit und flach und mit einem geländegängigen Kinderwagen gut zu bewältigen. Man umrundet den Kessel mit Blick auf die Wände und die verbliebenen Wasserfälle. Kurz, schön, und völlig ausreichend für einen ersten Eindruck.
5 bis 8 Jahre — bis zur Einkehr von Prazon
Rund 30 Minuten Gehzeit vom Parkplatz auf einem breiten Weg, mit wenig Steigung. Die Einkehr bietet eine natürliche Pause, und das macht mit kleinen Kindern den Unterschied: am Ende wartet eine Belohnung. Hin und zurück in Ruhe, mit Pausen: 2,5 bis 3 Stunden. Die ausgewogenste Variante für eine normale Familie.
Ab 8 bis 9 Jahren — der Fond de la Combe
9 bis 10 km hin und zurück, etwa 300 Höhenmeter, 3,5 Stunden reine Gehzeit. Der Weg folgt dem Giffre, streckenweise über Holzstege. Technisch einfach, aber die Distanz ermüdet kurze Beine. Die Verlängerung bis zum Bout du Monde, zur Giffre-Quelle, kostet zusätzlich Zeit — rechnen Sie mit 4 Stunden insgesamt. Achtung: die Route am linken Ufer ist seit dem Felssturz gesperrt; erkundigen Sie sich nach der geltenden Umleitung.
| Route | Für wen? | Dauer |
|---|---|---|
| Runde von Frénalay (2,5 km) | Kinderwagen, unter 4 | 45 Min. |
| Einkehr von Prazon | 5 bis 8 Jahre | 2,5 bis 3 Std. |
| Fond de la Combe (9-10 km) | Ab 8 bis 9 Jahren | 3,5 bis 4 Std. |
Zum Cirque du Fer-à-Cheval vom Hameau de Flaine
Von Flaine fährt man ins Tal hinunter und dann das Giffre-Tal hinauf über die D907: Taninges, Morillon, Samoëns, Sixt-Fer-à-Cheval. Durch den Ort, dann noch 6 km bis zum Parkplatz am Fuß des Kessels auf 930 m. Rechnen Sie mit etwa einer Stunde.
Ohne Auto verbindet die Linie Y94 der Cars Région Haute-Savoie Cluses, Samoëns und Sixt-Fer-à-Cheval; die nächste Haltestelle heißt „Le Molliet“. Prüfen Sie vorher den Sommerfahrplan.
Parken, Verpflegung und was mitkommt
Der Parkplatz liegt am Ende der Straße, mit Blick auf den Kessel. Er ist kostenpflichtig, mit Automat vor Ort: rund 7 € pro Fahrzeug. Der Zugang zum Gebiet selbst ist frei.
Zur Verpflegung gibt es zwei Adressen: die Einkehr von Prazon und das Chalet du Boret, beide in der Sommersaison geöffnet. Verlassen Sie sich nicht darauf: Wasser, Flaschen und ein Picknick im Rucksack sind sicherer.
Mitnehmen: feste Schuhe (der Weg ist steinig), eine Fleecejacke auch im August — hinten im Kessel ist es schattig und kühl —, Sonnencreme, ein Fernglas und etwas, um den Müll wieder mitzunehmen.
Die Regeln des Schutzgebiets, den Kindern vorher erklärt
Dies ist ein nationales Naturschutzgebiet, kein Freizeitpark. Die Regeln sind einfach, und Kinder nehmen sie gut an, wenn man sie vorher erklärt: auf den markierten Wegen bleiben, nichts pflücken, keine Steine sammeln, die Murmeltiere nicht füttern. Hunde sind angeleint bis zur Einkehr von Prazon erlaubt, darüber hinaus verboten. Für Mountainbikes gelten in der Hochsaison zeitliche Einschränkungen. Drohnen sind untersagt.
Ein Stück Geschichte, das bei Kindern gut ankommt: 1602 verschied ein Bergsturz mehrere Weiler des Tals unter sich. Eine Gedenkkapelle erinnert bis heute daran. Der Berg bewegt sich hier — und genau deshalb werden Bereiche vorsorglich gesperrt.
| Auf einen Blick | |
|---|---|
| Wo | Parkplatz Fer-à-Cheval, 74740 Sixt-Fer-à-Cheval (930 m) |
| Anfahrt | Etwa 1 Stunde Fahrt vom Hameau de Flaine über Taninges, Samoëns, Sixt |
| Preis | Gebiet kostenlos · Parkplatz rund 7 € pro Fahrzeug |
| Beste Zeit | Mitte Mai bis Ende Juni für die Wasserfälle · September-Oktober für Ruhe und Tierbeobachtung |
| Beste Uhrzeit im Sommer | Vor 10 Uhr — Andrang und Hitze |
| Vor der Abfahrt | Tourismusbüro Haut-Giffre: +33 4 50 34 25 05 |
Häufige Fragen
Kostet der Cirque du Fer-à-Cheval Eintritt?
Nein. Der Zugang ist ganzjährig frei. Nur der Parkplatz am Ende der Straße ist kostenpflichtig, rund 7 € pro Fahrzeug.
Geht es mit Kinderwagen?
Ja, auf der Runde von Frénalay (2,5 km, 45 Min.) mit einem geländegängigen Kinderwagen. Für die längeren Wege braucht es einen robusten Wagen oder besser eine Kraxe.
Ab welchem Alter ist die Wanderung zum Fond de la Combe möglich?
Technisch ist sie einfach, aber 9 bis 10 km bleiben weit für kleine Beine. Ab etwa 8 bis 9 Jahren, bei Kindern mit Wandererfahrung, ist sie machbar, wenn man sich den ganzen Tag Zeit nimmt.
Ist das Gebiet 2026 vollständig geöffnet?
Nicht ganz. Der Bereich Fond de la Combe am linken Ufer ist seit dem Felssturz vom September 2025 per Gemeindeverordnung gesperrt. Das Herz des Gebiets bleibt über das rechte Ufer zugänglich. Erkundigen Sie sich vorher beim Tourismusbüro Haut-Giffre.
Wann sieht man die Wasserfälle?
Von Mitte Mai bis Ende Juni, zur Schneeschmelze: dann stürzen mehr als dreißig Wasserfälle die Wände hinab. Im Juli und August bleiben etwa zehn übrig.
Zum Schluss
Der Cirque du Fer-à-Cheval mit Kindern ist ein schöner halber Tag, wenn man die richtige Route wählt und früh aufbricht. Der Rest des Tals lohnt den Umweg gleich mit: die Cascade du Rouget mit 80 Metern Fallhöhe und die Abtei von Sixt aus dem 12. Jahrhundert liegen wenige Minuten entfernt. Lesen Sie auch was man in Flaine im Sommer mit Kindern unternimmt und unseren Ratgeber zum Mieten eines Chalets in Flaine mit der Familie.
Ihr Basislager im Grand Massif
Vom Hameau de Flaine ist das Giffre-Tal eine Stunde entfernt: Das Chalet Elodie ist Ihr Ausgangspunkt für solche Tage — 4 Schlafzimmer, Garten, Südterrasse und die Pisten 2 Gehminuten entfernt.
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